Windows Server ist das serverseitige Betriebssystem von Microsoft. Während Windows 10 oder Windows 11 für den Arbeitsplatz entwickelt wurde, ist Windows Server für den Dauerbetrieb im Rechenzentrum optimiert – als Basis für Netzwerkdienste, Dateifreigaben, Webserver, Datenbankserver und vor allem für das Active Directory.
Als FISI wirst du Windows Server in fast jeder Unternehmensumgebung antreffen. Es ist das dominierende Serverbetriebssystem in Windows-basierten Netzwerken und bildet die Grundlage für zentrale IT-Dienste wie Benutzeranmeldung, Gruppenrichtlinien, DNS und DHCP.
Wichtige Neuerungen | |
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Windows Server 2012 R2 | Hyper-V 3.0, Storage Spaces, verbesserte Virtualisierung |
Windows Server 2016 | Nano Server, Docker-Unterstützung, Storage Spaces Direct |
Windows Server 2019 | Windows Admin Center, Hybrid Cloud (Azure), verbesserte Sicherheit |
Windows Server 2022 |
In der Praxis begegnest du als FISI vor allem Windows Server 2019 und Windows Server 2022 – diese sind in modernen Unternehmensumgebungen Standard.
Windows Server gibt es in verschiedenen Editionen die sich hauptsächlich in Lizenzierung und Virtualisierungsrechten unterscheiden:
Die Standard-Edition deckt die meisten Unternehmensanforderungen ab. Sie erlaubt den Betrieb von zwei virtuellen Maschinen pro Lizenz. Für physische Server ohne umfangreiche Virtualisierung ist Standard die richtige Wahl.
Die Datacenter-Edition ist für hochvirtualisierte Umgebungen gedacht. Sie erlaubt eine unbegrenzte Anzahl von VMs pro Lizenz. Enthält zusätzliche Features wie Storage Spaces Direct und Shielded VMs. Deutlich teurer als Standard.
Eine vereinfachte Edition für kleine Unternehmen bis 25 Benutzer und 50 Geräte. Kein weiterer Server nötig, aber eingeschränkte Features. Kein Active Directory in vollem Umfang.
Seit Windows Server 2016 basiert die Lizenzierung auf Prozessorkernen (Cores), nicht mehr auf Prozessoren. Die Grundregel:
Mindestens 16 Cores pro physischem Server müssen lizenziert werden
Mindestens 8 Cores pro Prozessor müssen lizenziert werden
Zusätzlich sind CALs (Client Access Licenses) für Benutzer oder Geräte erforderlich die auf den Server zugreifen
Eine CAL (Client Access License) ist eine Zugriffslizenz. Es gibt zwei Typen:
User CAL: Pro Benutzer – sinnvoll wenn Nutzer von mehreren Geräten zugreifen
Device CAL: Pro Gerät – sinnvoll wenn mehrere Nutzer dasselbe Gerät verwenden (z.B. Schichtbetrieb)
Windows Server kann in zwei verschiedenen Modi installiert werden:
Die vollständige Installation mit grafischer Benutzeroberfläche – vergleichbar mit einem normalen Windows. Einfach zu verwalten, aber mehr Ressourcenverbrauch und größere Angriffsfläche.
Eine minimale Installation ohne grafische Oberfläche – nur Kommandozeile (CMD und PowerShell). Weniger Ressourcenverbrauch, kleinere Angriffsfläche, weniger Patches notwendig. Die von Microsoft empfohlene Installationsvariante für Produktionsumgebungen. Verwaltung über PowerShell oder Remote-Tools.
Microsoft bietet Windows Server in zwei Wartungskanälen an:
LTSC (Long-Term Servicing Channel): Klassische Version mit 5 Jahren Mainstream-Support und 5 Jahren erweitertem Support – typisch für die nummerierten Versionen (2019, 2022). Für stabile Produktionsumgebungen.
SAC (Semi-Annual Channel): Häufigere Updates alle 6 Monate – primär für containerbasierte Workloads und wurde 2022 eingestellt.
Das Windows Admin Center ist ein browserbasiertes Verwaltungstool das Microsoft seit Windows Server 2019 als modernen Ersatz für klassische MMC-Snapins eingeführt hat. Es ermöglicht die zentrale Verwaltung von Servern, Hyper-V-Hosts und Clustern über eine moderne Weboberfläche – ohne RDP-Verbindung.
Windows Server ist das serverseitige Betriebssystem von Microsoft für Netzwerkdienste und Active Directory
Aktuelle Hauptversionen: Windows Server 2019 und 2022
Editionen: Standard (2 VMs), Datacenter (unbegrenzte VMs), Essentials (kleine Unternehmen)
Lizenzierung core-basiert: mindestens 16 Cores pro Server + CALs
User CAL: pro Benutzer. Device CAL: pro Gerät
Server Core: minimale Installation ohne GUI – von Microsoft empfohlen
Windows Admin Center: modernes browserbasiertes Verwaltungstool